Optimaler Schutz für unsere Bevölkerung
Berlin, 27.11.2008.
Verteidigungsminister Jung, sein britischer Amtskollege Hutton und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, Peter Altmaier, diskutierten im Anschluss zum Thema „Anforderungen an die Streitkräfte der Zukunft“.

Ob im Einsatz in Afghanistan oder beim Schutz der Bevölkerung in der Heimat: Die Zusammenarbeit von Polizei und Streitkräften gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Dies wurde in der Diskussion zwischen Jung, Hutton und Altmaier deutlich.
„Ohne Sicherheit keine Entwicklung und ohne Entwicklung kein Wiederaufbau“, erläuterte der Verteidigungsminister die Aufgabe der NATO in Afghanistan. Dabei sei die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Kräfte unabdingbar. „Wir haben 2003 mit diesem vernetzten Ansatz in Afghanistan begonnen mit den Regionalen Wiederaufbauteams“, so Jung.
Der britische Verteidigungsminister John Hutton mahnte an: „Wir müssen uns fragen, wie wir die internationale Gemeinsaft dazu kriegen, dass wir die afghanische Polizei und Armee noch besser unterstützen können.“ Vor allem der Drogenanbau stelle nach wie vor ein Problem dar. „Die Taliban haben ein Interesse am Schlafmohnanbau“, betonte Hutton, „denn sie verdienen daran.“ Wenn wir dieses Problem nicht lösen, werde sich in Afghanistan nichts ändern.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, Peter Altmaier, stellte fest, dass die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundeswehr gut liefe. „Wir haben 11.000 Polizisten weltweit im Einsatz“

Doch nicht nur in Afghanistan, auch in Deutschland sollten Polizei und Bundeswehr enger zusammenarbeiten. „Wir müssen den optimalen Schutz für unsere Bevölkerung bieten können“, so Jung. Altmaier pflichtet ihm bei: Wenn die Bundeswehr Fähigkeiten habe, die die Polizei nicht habe, dann müsse sie diese Fähigkeiten für den Schutz der Bevölkerung einsetzen können.
